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24.09.2017 - HC GoRo Frauen 1 entführt Punkte aus Stans

Am vergangenen Sonntag trafen die Frauen 1 des HC Goldach-Rorschach in einem weiteren Auswärtsspiel auf die Mannschaft des BSV Stans. Vom Spielverlauf glich die Partie über weite Strecken den beiden ersten Auftritten des Hc GoRo in der SPL 2 und kostete bis zur Schlusssirene, die bei einem Endstand von 23:24 für die Gäste aus der Ostschweiz ertönte, einiges an Nerven.

Wie auch schon in den Partien gegen Brühl und Basel, liessen sich die GoRo-Frauen erst mal das Zepter aus der Hand nehmen und die Favoritinnen aus der Zentralschweiz entwickelten viel Druck aus dem Rückraum.

Die jeweils ersten Abschlüsse beider Mannschaften waren sinnbildlich für die erste Halbzeit der Partie. Auf den Lattenschuss von Nadia Fellmann aus dem linken Rückraum von Stans folgte ein Wurf von Nue Flütsch, ebenfalls an die Latte, nur nicht ganz so hart wie der Schuss zuvor. Stans führte seine Aktionen mit viel Power und Drang zum Tor aus, während die Gäste, zwar mit guten Ansätzen, aber erkennbar weniger Vehemenz, den Erfolg suchten.

So war zu Beginn des Spiels einzig Nue Flütsch in der Lage, mit unerbittlichem Einsatz in den Zweikämpfen, das Spiel für GoRo offen zu gestalten. In der Deckung gelang wenig und auch Torfrau Chantal Meyer brachte kaum eine Hand an die Bälle. Obschon sich nach einer Weile mit Rea Morgenegg eine weitere Spielerinn des HC GoRo aktiv an der Gestaltung des Scoreboard beteiligte, schlichen sich ab der 10 Minute bei den Gästen zu viele Fehler ein die das Heimteam eiskalt zu nutzen wusste. Nach 17 Spielminuten hatte sich der BSV Stans erstmals mit drei Toren abgesetzt. Darauf folgte eine Fehlwurfserie auf beiden Seiten mit 6 erfolglosen Abschlüssen, ehe Morgenegg wieder um einen Zähler verkürzen konnte. Bis zur Halbzeit pendelte sich die Differenz bei zwei bis drei Toren Rückstand für den HC GoRo ein. Als negatives Highlight, aus GoRo-Sicht, traf Flavia Kuster für Stans mit einem direkten Freiwurf nach dem Ertönen der Pausensirene ins obere Toreck zum Pausenstand von 18:15.

In der Pause musste ein Ruck durch die Mannschaft gehen, wenn hier noch etwas Zählbares an den Bodensee mitgenommen werden sollte. So lautete Trainer Roger Bertschingers Appell an die Mannschaft, mehr Kampf und Emotionen ins Spiel zu bringen. Nur so könne man dem Heimteam, welches zwar mit sehr vielen unterschiedlichen Torschützinnen aufwartete, doch enorm von seinen Aktivposten im Rückraum abhängig war, den Schneid abkaufen. Zudem musste im Abwehrzentrum der Spielfluss der Stanserinnen aktiver gebrochen werden.

Zwar erhöhten die Gastgeberinnen gleich nach Wiederanpfiff nochmals um ein Tor, doch dabei blieb es für längere Zeit. In der zweiten Halbzeit bekamen die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer in der Eichli Halle in Stans nicht mehr die gleiche Dynamik des Heimteams zu sehen, wie das noch in den ersten 30 Minuten der Fall war. Dies hatte in erster Linie mit der wesentlich aktiveren Deckung des HC GoRo zu tun. Zudem trug die Besprechung von Chantal Meyer mit Torwarttrainer Janick Heiniger Früchte. Sie las die Würfe aus dem Rückraum des BSV Stans nun besser und profilierte sich als wahre 7-Meter-Killerin. Alleine in der zweiten Spielhälfte entschärfte sie 3 Siebenmeter. So kämpften sich die GoRo-Frauen immer näher an den Gegner heran und glichen, wie bereits vor Wochenfrist in Basel, rund zehn Minuten vor Schluss, zum 20:20 aus. Dies brachte die SPL1-Absteigerinnen aus der Zentralschweiz sichtlich ins Grübeln, welche in der Folge mit Topchancen an Mayer scheiterten und technische Fehler begingen.

In einem Herzschlagfinale mit Möglichkeiten und Fehlern hüben wie drüben und einer Unterzahlsituation für den HC GoRo, fasste sich Julia Csizmadia ein Herz und verwandelte, 28 Sekunden vor Schluss, zum 23:24 Endstand. Auch das darauffolgende Time Out des BSV Stans änderte nichts mehr am Resultat. Es war Janine Jehle, welche in der zweiten Spielhälfte für Unruhe in den Angriffsreihen der Stanserinnen gesorgt hatte, die auch den Ballverlust der Gastgeberinnen Sekunden vor Ende provozierte und sich den Ball nach dem entscheidenden Fehlpass sicherte.

Ein weiteres Spiel, das über Emotionen, Einsatz und Wille entschieden wurde und auch auf die andere Seite hätte kippen können. Es bringt dem HC GoRo den zweiten Sieg im zweiten Auswärtsspiel gegen den zweiten SPL1-Absteiger der letzten Saison. Damit ist der Start in die Saison nun definitiv geglückt.

Im Bewusstsein, dass sie sich nun nicht auf den jüngsten Erfolgen ausruhen zu dürfen, erwarten die Frauen des HC GoRo 1 am nächsten Samstag die zweite Mannschaft des Schweizer Topklubs Spono Eagles. Nach drei Niederlagen wollen die Frauen aus Nottwil sicherlich ihren schwierigen Saisonbeginn korrigieren und man darf sich auf ein spannendes Match freuen. Das Spiel wird, als letztes eines Heimspieltages in der heimischen Wartegghalle in Goldach, um 20:00 Uhr angepfiffen. Alle Fans sind eingeladen das GoRo-Team lautstark zu unterstützen.

 Bericht: Domenic Klement


 

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