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Das perfekte Nachwuchs-Wochenende

Ging es im vergangenen Halbjahr bei den Matchberichten viel um unglückliche, aber auch klare Niederlagen, so starteten die Nachwuchsmannschaften durchwegs mit Erfolgserlebnissen ins neue Jahr.

Den Anfang des punktereichen Wochenendes machte am Samstag die MU13, die sich gegen den TSV St. Otmar souverän durchsetzten. Schon in der ersten Halbzeit machten sie klar, dass an diesem Tag für die St. Galler keine Punkte zu holen sein würden. Beeindruckend, wie sich GoRo’s MU13 vor allem in der Defensive bestens gegen die wirbligen Gegner wehrten. Die Gelbschwarzen kamen höchst selten in gute Abschlusspositionen und mussten für gute Abschlüsse viel Energie aufwenden. Das Heimteam glänzte während der ganzen Spielzeit mit seinen schnellen, kreativ vorgetragenen Angriffen. Hielt das Tempo 60 Minuten lang hoch und zeigte praktisch keine Schwächen. Verdient gewannen sie mit 41:26 (20:13) Toren.

Zu einer Premiere kam die FU14. Nach 8 Spielen und genauso vielen Niederlagen durfte das Team am Samstag den ersten Sieg dieser Saison bejubeln. Gegen die Lakers Amriswil sah es nach 20 Minuten Spielzeit aber gar nicht danach aus, als könnte man den ersten Vollerfolg feiern. Man agierte nervös, nutzte die besten Chancen nicht und musste mit Schrecken feststellen, dass die Gäste nach einem Drittel der Partie mit 12:6 Toren in Front lagen. Es war Zeit für eine Aufholjagd. Schon vor der Pause besannen sich die Spielerinnen auf ihre Stärken. Vor dem eigenen Tor bekam man die zwei überragenden Spielmacherinnen des Gegners immer besser in den Griff. Dazu kam, dass im Angriff mit mehr Druck agiert wurde und die Bälle auch endlich den Weg ins Tor fanden. Schon beim Pausenstand von 12:15 Toren zeigte sich ein rosaroter Streifen am Horizont. Zu Beginn der zweiten Halbzeit liess sich das Heimteam nicht nochmals überraschen, machte dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Man bekam die Gegnerinnen immer besser in den Griff, dominierte über weite Strecken. Auch eine kurze, fehlerhafte Phase tat dem Team nicht mehr weh. Der erste Sieg wurde mit 27:24 Toren Tatsache. Darauf lässt sich aufbauen.

Die FU16 hatte mit zwei Partien an diesem Wochenende einen längeren Arbeitstag. In der Meisterschaft stand die Begegnung gegen die SG Regio Winterthur an. Kein Ding der Unmöglichkeit, wäre da nicht die Tatsache gewesen, dass Goldach-Rorschach ohne Torhüterin antreten musste. Es sei vorweggenommen, Feldspielerin Debora Granwehr machte einen sehr guten Job, empfahl sich für weitere Stellvertretungen. Die Geschichte der Partie ist schnell erzählt: das Heimteam war den St. Gallerinnen nicht gewachsen. Schon nach 10 Minuten führten die Mädels vom Bodensee mit 6:1 Toren. Dies obwohl die Gäste ihr gewohnt schnelles Spiel nur selten aufziehen konnten, was aber eher an den Gegnerinnen lag, die ihrerseits das Spiel immer wieder verlangsamten und nie an eine Aufholjagd glaubten. Die Blauweissen taten auch nicht mehr als nötig, was aber bei weitem reichte, um einen sicheren 32:23 (16:9) Auswärtssieg und damit die ersten wichtigen 2 Punkte im Hinblick auf die angepeilte Aufstiegsrunde zu verbuchen.

In der sonntäglichen Auswärtspartie stand für die FU16 viel mehr auf dem Spiel. Es ging um nicht weniger als den Einzug in den regionalen Cupfinal. Mit dem SC Frauenfeld stand ihnen ein Gegner gegenüber, den man in nicht allzu schöner Erinnerung hatte. Die Thurgauerinnen hatten sich auf Kosten der FU16 des HC Goldach-Rorschach für die Interklasse qualifiziert. Diese Scharte galt es im Cup auszumerzen. Im Vergleich zum Vortag spielte diesmal der Gegner mit und es entwickelte sich eine recht gute Partie, in der die Gäste den besseren Start erwischten. Für 4 Tore brauchte man grad mal 4 Minuten und setzte damit ein klares Zeichen, dass der Cupfinal ohne Thurgauer Beteiligung stattfinde sollte. Nur, das Heimteam gab nicht auf, steigerte sich und glich Mitte der ersten Halbzeit aus. Bis zur Pause, die unsere FU16 mit zwei Toren (10:12) für sich entscheiden konnte, gelang es keiner Mannschaft, sich abzusetzen. Auch die erste Viertelstunde in der zweiten Halbzeit gelang den Gästen besser. Goro konnte sich mit 12:17 Toren absetzen und dieses Mal sollte es die Vorentscheidung sein. Trotz einiger unnötiger Strafen hielt man die Gegnerinnen immer auf Distanz, gewann die Begegnung mit 19:25 Toren und steht damit im Cupfinal. Dort wartet der LC Brühl, mit dem man noch eine dicke Rechnung offen hat.



Auch die FU18 darf auf einen gelungenen Einstand ins neue Handballjahr blicken. Ebenfalls gegen den SC Frauenfeld legte das Heimteam einen gelungenen Start hin, konnte sich eine Führung bis zu 3 Toren erarbeiten und verwaltete diesen bis tief in die zweite Halbzeit. Richtig absetzen konnte sich GoRo’s FU18 aber nicht, die Gäste blieben ihnen auf den Fersen und in der 43. Minute kam es für die Thurgauerinnen sogar noch besser, sie gingen mit 16:17 Toren in Führung. Das Spiel war nun an Spannung nicht mehr zu überbieten. Meist legte in dieser Phase der Partie Frauenfeld vor, doch ihre Führungstreffer wurden umgehend ausgeglichen und nach der 50. Minute schlug das Pendel dann definitiv auf die Seite des Heimteams. Nach einer 2-Tore-Führung für GoRo konnten die Gäste nicht mehr kontern. Die FU18 des HC Goldach-Rorschach kam ganz am Schluss doch noch zu einem komfortablen 28:23-Sieg.

Auch die MU17 wusste zu überzeugen. Gegen die SG Stammheim/Kaltenbach kontrollierten die Jungs das Spiel über weite Strecken, lagen bis zur 40. Minute (21:20) immer in Führung. Dieses Spielergebnis erinnerte etwas an die Partien im Herbst, wo man oft spielbestimmend war, gegen Ende der Begegnungen den Gegnern aber immer den Vortritt lassen musste. Dem war diesmal nicht so. Man fand zweiten Atem legte einen gewaltigen Endspurt hin und siegte doch noch souverän mit 32:29 (16:13) Toren.

Das junge FU13 Team musste in der Vorrunde viel Lehrgeld zahlen, ist aber immer wieder aufgestanden und hat sich mit Freude der nächsten Herausforderung gestellt. Am Sonntag ging es auswärts in St. Gallen gegen ein ebenfalls reines Mädchenteam. Mit der SG Fides/Bruggen traf man auf einen Gegner, der über grössere Erfahrung verfügte und dem diese Erfahrung in den Anfangsminuten zu Gute kam. Während Goldach-Rorschach noch etwas mit der Nervosität kämpfte, buchte das Heimteam die ersten Treffer. Die Weisheit, dass Spiele in der Verteidigung entschieden werden, sollte sich in den darauffolgenden Minuten bewahrheiten. GoRo fand den Faden, bekam die gegnerischen Angreiferinnen immer besser in den Griff und zwang sie zu Abschlüssen, die meist eine sichere Beute der hervorragend spielenden Torhüterin wurden. Das Angriffsspiel der Gäste kam dann im dritten Viertel so richtig in Fahrt. Nun lag es an den Gegnerinnen, nervös zu werden. GoRo stand kurz davor, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden, der Pausenpfiff half Fides/Bruggen aus der Patsche, denn im letzten Viertel schlichen sich bei Blauweiss einige Fehler ein, die Luft war draussen. Die St. Gallerinnen entschieden die Begegnung zu ihren Gunsten. Die FU13 des HC Goldach-Rorschach darf auf das Gezeigte stolz sein und sich auf das Rückspiel in der Heimhalle freuen.


Hansruedi Rohner

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