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Nachwuchsmannschaften am Wochenende: «noch em Rägä schint d’Sunnä»


Der zweitletzte Spieltag vor Weihnachten brachte für die Nachwuchsmannschaften nicht die erhofften Glanzpunkte und zeigte einmal mehr auf, dass es den sehr jungen Teams noch etwas an der Erfahrung mangelt, um die Spiele über die ganze Dauer erfolgreich ins Ziel zu bringen.

Es stand eigentlich ein vielversprechendes Wochenende vor der Tür, hatten sich doch grad zwei Mannschaften für die Entscheidungsspiele in die Interklasse qualifiziert. Das die FU16, wie auch die MU19 schon nach dem Hinspiel mit minimsten Aufstiegschancen dastehen würden, mit dem hatte niemand gerechnet, widerspiegelt aber die Auftritte der Juniorinnen und Junioren-Mannschaften des HC Goldach-Rorschach. Vieles, was die Zuschauer zu sehen bekommen ist vielversprechend und doch sind während der Partien immer wieder schlechtere Spielphasen auszumachen. Ganz klar, da macht das Faktum Erfahrenheit noch nicht wie gewünscht mit.

Der Samstag wurde auswärts von der FU16 eingeläutet. Dem Aufstieg in die Interklasse standen nur noch die Mädchen des SC Frauenfeld im Weg. Keine einfache Sache, dass es dann aber so ein klares Ding werden würde, damit war nicht zu rechnen. Mal abgesehen von der Anfangsphase, während derer Goro noch mithalten konnte, liessen nur die Thurgauerinnen die Muskeln spielen. Ganz bitter wurde es in den letzten 8 Minuten, als das Heimteam vom 24:17 zum 30:17 Schlussstand davonzog und die letzten Hoffnungen der Blauweissen auf ein Weiterkommen knickte.

Für den Lichtblick an diesem Tag sorgte sicher die FU13. Für einmal konnten die FU11-Spielerinnen auf die Verstärkung aus dem FU14-Team zählen. Gegen den KTV Wil spielte die Mannschaft vor allem im ersten Viertel (bei der U13 wird 4x15 Minuten gespielt) wie aus einem Guss, legte vor allem in der Defensive eine ganz starke Leistung hin. Aber auch hier kamen im Verlauf der Partie schwächere Phasen, die den Gegner wieder ins Spiel brachten. Beinahe brachte man sich um die Früchte der Arbeit, kämpfte sich aber in den letzten 10 Minuten zum ersten Erfolg in dieser Saison.

Die grösste Herausforderung in diesem Halbjahr hat sicher die FU14Inter auf sich genommen. Gegen die massiv ältere, grössere und stärkere Konkurrenz wäre vorhandene Erfahrung ein guter Begleiter gewesen. Gegen den ungeschlagenen Tabellenleader SG Lakers Arbon ging es darum, sich nochmals so gut als möglich zu wehren und das Inter-Abenteuer mit einem tapferen Auftritt abzuschliessen. Die FU14 des HC Goldach-Rorschach machte vieles gut, wurde aber für jede fehlerhafte Spielphase von den Gegnerinnen gnadenlos bestraft. Normalerweise lässt eine Mannschaft irgendwann den Kopf hängen und erwartet emotionslos den Schlusspfiff. Nicht so Blauweiss. Die letzte Viertelstunde stemmten sie sich nochmals richtig gegen die Kanterniederlage. Sie scheuten keinen Zweikampf und zogen in der Angriffsbewegung, wenn immer möglich Richtung gegnerisches Tor. Eine herzhafte Schlussphase und die Bestätigung, dass man doch vieler klarer Niederlagen Erfahrungen gesammelt hat. Diese werden helfen, dass die Mannschaft in einem Jahr wieder am gleichen Ort stehen wird, nur älter, grösser und viel stärker!



Der Auftritt der MU17 wusste einmal mehr zu gefallen. Auch hier gilt, die Mannschaft ist noch so jung und erst auf dem Weg, als geschlossene Einheit den Gegnern Punkte abzujagen. Wie schon in vielen der letzten Partien findet das Team immer hervorragend in die Partie. Dies war auch gegen den TSV St. Otmar nicht anders. Nach 10 Minuten lag das Heimteam mit 7:4 in Front und es machte den Anschein, als hätten sie alles im Griff. Es schleicht sich dann immer der eine und andere technische Fehler zu viel ein, die Angriffe werden nicht optimal zu Ende gespielt und auch die Chancenauswertung könnte besser sein. Was der Mannschaft nie in Abrede gestellt werden kann, ist der unbändiger Wille ihr Bestes zu geben, und dies bis zum Schlusspfiff. So auch gegen Otmar. Die Jungs glaubten bis zuletzt an den Sieg, kämpften sich in den Schlussminuten nochmals bis auf Schlagdistanz heran und es fehlte ganz wenig bis zum verdienten Punktgewinn. Mit den gewonnenen Erfahrungen aus der der 27:29-Niederlage werden auch sie nicht mehr lange auf den nächsten Sieg warten müssen.



Mit hohen Erwartungen startete die MU19 der SG Fides/Goro am Sonntag in ihr Inter-Aufstiegsspiel gegen die SG Handball Seetal. Warf man ein Auge auf die Bilanz des Gegners, so mussten die Erwartungen doch um einiges relativiert werden. Die SG Handball Seetal hat ihre Vorrunde ohne Punktverlust hinter sich gebracht und die Gruppe dominiert. Da musste schon alles stimmen, um solch einem Kaliber Paroli bieten zu können. Ein guter Einstieg in die Partie wäre da von Vorteil und genau dies gelang dem Heimteam nicht, sie lagen schnell mit 4 Toren im Hintertreffen und liefen diesem Rückstand das ganze Spiel hinterher, und als die Kräfte nachliessen, machte die Gegner den Sack zu und mit dem 44:33-Sieg die Aufstiegsträume der SG Fides/Goro zu Nichte.


Zurück zum Anfang: «noch em Rägä schint d’Sunnä», und das macht die Nachwuchsmannschaften des HC Goldach-Rorschach so stark: auch nach vielen. klaren Niederlagen stehen sie wieder auf, nehmen die gesammelten Erfahrungen ins nächste Spiel mit und kämpfen sich immer näher an den Erfolg.

 

Hansruedi Rohner

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