Nachwuchsteams im Grosseinsatz

Ein volles Programm absolvierten die Nachwuchsteams an diesem Wochenende. Einmal mehr wurde dabei aufgezeigt, dass Hoch und Tief oft sehr nahe beieinander sind.

FU14Inter – Nahe an der ganz grossen Überraschung!

Nach den ersten beiden Meisterschaftspartien, die durchwegs gute Ansätze zeigten, trotzdem aber klar verloren wurden, ging es in der Heimpartie gegen die SG Wyland darum, sich möglichst lange im Rückspiegel des Gegners zeigen zu können. Dies ist aber nur möglich, wenn die Fehlerquote noch weiter nach unten gesenkt, und die Chancenauswertung massiv nach oben gehoben wird. Dass es dann aber kam, wie es gekommen ist, hat die Anwesenden doch fast vom Bänkchen gehauen. Die FU14Inter des HC Goldach-Rorschach trat auf, als hätten sie schon mindestens 4 Punkte auf dem Konto. Selbstbewusst verzauberten sie ihr Sportgerät, liessen sich vom Gegner nie einschüchtern und spielten sich fehlerlos durch die 1. Halbzeit. Schon die Tatsache, dass die Heimmannschaft auch nach 8 Minuten immer noch im Gleichschritt mit dem Gegner ging, wusste zu überraschen. Als dann ihnen in der 9. Minute die erste Führung der Partie gelang, begann es in der ehrwürdigen Semihalle zu brodeln. Mit jeder Minute tankten die Aussenseiter mehr Selbstvertrauen, spielten ganz gross auf. Vor allem die Verteidigungsarbeit, das Herzstück der gestrigen Partie, wusste zu gefallen. Keine war sich zu schade, sich den Gegnerinnen in den Weg zu stellen. Bestand zu Beginn noch die Hoffnung, dass diese Startphase sich nicht nur als Strohfeuer entpuppen würde, so wurde gegen Ende der ersten 30 Minuten allen klar, Goro dominierte, bestimmte das Spiel und ging mit zwei Toren Vorsprung (11:9) in die Pause.

Gute Phasen in einer Partie sind das Eine, sie auch während 60 Minuten zu bestätigen, das Andere. Bis dato hatte die Kraft über die ganze Spielzeit nie ganz gereicht und so sollte es auch diese Mal sein. Aber halt: wir reden hier von den Kraftspeichern, die erst die letzten 5 Minuten leer waren. Bis dahin schnupperte die FU14Inter an der Sensation, hielt das Spiel weiterhin offen, glich die Partie resultatmässig immer wieder aus. Letztmals in der 48. Minute zum 15:15. Eine kleine Baisse verhalf dem Gegner zu einem komfortablen Vorsprung (16:20/53. Minute), aber auch aus dieser Schlinge befreiten sich die Goro-Mädels, kamen nochmals in Schlagweite (18:20/55. Minute). Danach war Lichterlöschen, die Spielerinnen leer, Wyland gewann die Partie zu hoch mit 18:25 Toren.

Was die Mannschaft des HC Goro an diesem Nachmittag an Leidenschaft, und handballerischem Fortschritt in die Halle gelegt hat, wäre vor 4 Wochen noch undenkbar gewesen und verdient höchsten Respekt.

Am Samstag schien es noch, als gäbe es für die FU14Inter keine Grenzen, so wurden ihnen diese beim zweiten Spiel innerhalb 24 Stunden von den Lakers Arbon gnadenlos aufgezeigt. Schreiben wir es mal so: den Samstag behalten wir lange in Erinnerung, den Sonntag haben wir schon vergessen. Für die Statistiker unter uns: Goros Girls schossen wenig Tore, bekamen aber sehr viele!

Schlussresultate: HC Goldach-Rorschach – SG Wyland 18: 25 (11:9)

Lakers Arbon – HC Goldach-Rorschach 42:7 (15:2)


FU16 – ein Spiel dauert 60 Minuten!

Die FU16 traf an diesem Samstag auf den Tabellenführer LC Brühl. Immer wieder eine Begegnung, die um eine gewisse Brisanz nicht herumkommt. Für einmal konnte sich dem Publikum, dank Unterstützung von FU18 und FU14, eine breite Spielerbank präsentieren. Man kann vorwegnehmen, die Partie entwickelte sich nicht unbedingt zu einem Augenschmaus. Schon kurz nach Beginn kristallisierte sich heraus, dass die Heimmannschaft mit dem bewegungsreichen Spiel der Gegnerinnen ihre liebe Mühe hatte. Kam hinzu, dass Brühl sich nicht scheute, auch mal (oft erfolgreich) aus der zweiten Reihe den Abschluss zu suchen. Die FU16 des HC Goldach-Rorschach, fand mit ihrem oft etwas langatmigen, statischen Spiel selber viel zu selten die Lücken im gegnerischen Verteidigungsriegel. So hatte Brühl wenig Mühe sich einen Vorsprung zu erarbeiten und diesen auch souverän bis in die Pause zu halten. Für Goro zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt das Übel schon etwas ab, zwei Spielerinnen gingen stark angeschlagen zum Pausentee. Nach dem Seitenwechsel sah es während einiger Minuten so aus, als könnte sich das Heimteam in die Partie zurückspielen, liess in der Verteidigung die grossen Kämpferherzen aufleben. Nach Wunsch aller sollte der Ausgleich in der 37. Minute (13:13) der Startschuss für die grosse Wende sein. Dieser Traum zerplatzte kurz danach. Es war, als würde dem Team von Goldach-Rorschach der Stecker gezogen, denn ab der 40. Minute war jeglicher Saft draussen. Weder kämpferisch noch im bewegungsreichen Spiel konnte das Heimteam überzeugen. Man ertrug das Übel, dass über einem brach, war zu keiner Gegenwehr mehr fähig. Brühl nahm das Geschenk dankend an und fuhr zum Schluss einen sicheren Sieg ein. Nach der Partie gegen Herisau vom nächsten Samstag, gilt es für das Heimteam, in der nächsten, spielfreien Zeit, die Freude, das Engagement und den Kampfgeist wieder zu finden, um nach den Herbstferien wieder überzeugen zu können.

Schlussresultat: HC Goldach-Rorschach – LC Brühl 17:26 (9:12)


FU 18 - zum ersten Sieg!

Die FU18 hatte sich in den vergangenen Spielen noch keine Lorbeeren abholen können, war darum ganz besonders gewillt, den Niederlagen ein Ende zu setzen und in der Partie gegen die BSG Vorderland die ersten Punkte ins Trockene zu bringen. Was die Einheimischen in den ersten Minuten boten, machte Lust auf Mehr! Praktisch fehlerlos und konsequent agierten sie vor dem eigenen Tor. Das Gut in der Verteidigung wussten sie immer wieder auch im Angriff anzuwenden. Dazu kam eine hundertprozentige Chancenauswertung, was dazu führte, dass die Partie schon nach 6 Minuten beim Spielstand von 6:1 auf die Siegesspur gelenkt werden konnte. Auch danach, bis etwa in die zweite Hälfte des ersten Durchganges, liessen die Blau/Weissen den Gegnerinnen wenig Platz und scorten munter weiter. Es lag dann an der eigenen Chancenauswertung und den sich häufenden Fehlern, dass die Vorderländerinnen gegen Ende der ersten Halbzeit plötzlich Morgenluft witterten. Der Vorsprung schmolz wie Schnee in der Sonne. Es musste eine Steigerung her, und dass schaffte das Team. Einmal mehr unter der Regie der unwiderstehlichen Belinda Weber legte man bis zur Pause ein beruhigendes Polster zwischen sich und dem Gegner. Dieses Spiel wiederholte sich dann bis zum Schlusspfiff. Goro schaukelte die Partie in einer Wellenbewegung nach Hause. Immer wenn die Gäste sich auf Schlagdistanz heranspielten, wusste das Heimteam wieder eine Schippe draufzulegen und sich leicht abzusetzen. Logische Folge davon war der erste Saisonsieg der FU18. Auch wenn nicht alles golden leuchtete, auf den ersten paar Minuten der Begegnung lässt sich aufbauen.

Schlussresultat: HC Goldach-Rorschach – BSG Vorderland 26:23 (15:11)


MU13 - ungefährdeter Sieg.

Gegen einen Gegner, der im Kollektiv den Gastgebern nie das Wasser reichen konnte, stand die MU13 des HC Goldach-Rorschach nie in Gefahr, Punkte abgeben zu müssen. Schon nach 10 Minuten beim Spielstand von 7:0 bestand über den Sieger dieser Partie kein Zweifel mehr. Dass für die Heimmannschaft auf der Sollseite zu diesem Zeitpunkt immer noch die Null stand, war auch Lohn für den vorbildlichen Einsatz vor dem eigenen Tor, wo wenig bis gar keine Abschlüsse zugelassen wurden. Der klare Spielverlauf gab dem Trainerduo die Möglichkeit, den jüngeren Spieler, die erst seit dieser Saison in der MU13 spielen, mehr Spielzeit zu geben. Schon zur Pause, war beim klaren Spielstand von 18:3 Toren die Spannung etwas aus der Begegnung. Die Heimmannschaft liess sich die Butter nicht mal ansatzweise vom Brot nehmen und behielt mit dem 42:10 Sieg beide Punkte zu Hause. Neben dem deutlichen Sieg fiel auf, dass die Mannschaft von einer sehr breiten Spielerbank abgestützt wird, was wiederum darauf hindeutet, dass bei der MU13 mit Begeisterung ans Werk gegangen wird.

Schlussresultat: HC Goldach-Rorschach – Yellow Winterthur 42:10 (18:3)


Der Sonntag im Zeichen von U9 und MU11

Diesen Sonntag war der LC Brühl in der Sporthalle Schönenwegen, St. Gallen Ausrichter eines vollbesetzten Kinder-Handball-Events. Für alle, die noch nie an solch einem Sportereignis den Kindern bei ihrem Lieblingssport zugesehen haben, -eindeutig etwas verpasst! Da kommst du zur Halle rein und hast das Gefühl in einem Ameisenhaufen zu sein. Da laufen sie, dort turnen sie, hier lachen sie und daneben spielen sie auch noch Handball. Ein Spieltag der Kleinen ist Bewegung, rasante Prell-Dribblings, unglaublich viele Aufsetztore und vor allem, nach dem Schlusspfiff, immer wieder die Belagerung des Schiedsrichters, denn die Interpretation des Resultates muss dann doch noch sein. Die Einen jubeln, die Anderen werden es im nächsten Spiel schon richten!

Und jetzt wollen sie es wissen: was haben die Teams des HC Goro in diesem Ameisenhufen geleistet. Am Morgen, hellwach, durfte sich die gemischte U9 den teils doch massiv älteren Gegnern stellen. Das erste Spiel muss sich wie ein Kulturschock angefühlt haben, denn die Bälle warfen meist die Gegner aufs Tor. Abhaken, und mit viel Mut und voller Selbstvertrauen in die nächste Begegnung. Und sie streiften den Respekt vor Grösse und Schwere ab, nahmen teils selbstbewusst das Spiel in die Hand und kamen in diesem Turnier, dass in Softballform auf Unihockytore gespielt wurde, zu vielen Erfolgserlebnissen. Sie werden von ihren Heldentaten berichten und es bleibt zu hoffen, dass beim nächsten Spieltag einige mehr die Herausforderung annehmen.

Am Nachmittag, an gleicher Stelle, noch etwas mehr Bewegung und Stimmengeschwirr in der Halle, gings für die MU11 ans Eingemachte. Diesmal mit 4 Feldspielern über das kleine Feld auf verkleinerte Tore. Was man da zu sehen bekam, entlockte mancher Kehle ein erfreutes Bravo. Volle Pulle, mit einem nie enden wollenden Drang zum Tor, machten sich die Mannschaften das Leben schwer. Hochstehende Kost auf den Feldern. Und mittendrin das Team des HC Goldach-Rorschach. Am Anfang in der Defensive noch hin und wieder Zuschauer, gelang es ihnen im Verlauf des Turniers immer besser, die Gegner zu stoppen, und nach vorne muss man den Jungs sowieso nichts vormachen: ein Tor schöner als das Andere, GoRo’s Nachwuchs begeisterte. Sogar gegen die besten Mannschaften hielt man problemlos mit und wurde zum Schluss mit nur 2 knappen Niederlagen, einem Sieg und zwei Unentschieden für den grossen Einsatz belohnt.

Und wenn du am Schluss draussen die Ruhe geniesst, ich bin überzeugt, wenig später vermisst du das Leben im Ameisenhaufen!


Hansruedi Rohner