Alles gewollt – alles verloren!

Spät, aber doch noch, griff am Samstag auch die FU14 in den Meisterschaftsbetrieb ein. Mit dem letzten Pass der Partie, auswärts gegen den Tabellenführer TV Appenzell, vergab man ein gutes Resultat und musste eine 31:30 (14:11) Niederlage verarbeiten.

In der ersten Halbzeit der Begegnung deutete nichts darauf hin, dass sich dieses Spiel zu einem hochklassigen, spannenden Fight entwickeln würde. Die Anfangsphase zeigte in aller Deutlichkeit auf, dass die Gäste bei ihrem Meisterschaftsdebut noch einen etwas unsicheren Eindruck machten, den Wettkampf-Rhythmus erst noch finden mussten. Die Appenzellerinnen traten hingegen mit ihren 3 gespielten Meisterschaftspartien schon viel routinierter und gaben gleich auch den Tarif bekannt. Schnell lagen die Gäste mit 2 bis 3 Toren hinten. Sie kamen gegen die schnell agierenden Gegnerinnen öfters als lieb einen Schritt zu spät, wussten sich meistens nur mit unlauteren Mitteln zu helfen. Ab Mitte der ersten Halbzeit, nachdem die GoRo-Mädels zum 5:4 Anschlusstor getroffen hatten, glich sich die Begegnung aus. Jetzt wurde vor dem eigenen Tor besser gearbeitet, im Angriff wussten die Spielerinnen ihre körperlichen Vorteile immer besser zu nutzen und suchten immer häufiger das Eins gegen Eins. Die Führung wechselte häufig, bis sich 4 Minuten vor dem Pausenpfiff nochmals einige Unaufmerksamkeiten zu viel einschlichen. Appenzell zog davon, konnte sich mit einem beruhigenden 3 Tore-Vorsprung in die Kabine begeben.

Goldach-Rorschach stellte nach der Pause auf eine Viererkette im Aufbau und zwei Kreisspielerinnen um. Damit bereiteten sie den Einheimischen grösseres Kopfzerbrechen. Innert nur mal zweieinhalb Zeigerumdrehungen war der Rückstand wettgemacht, das Spiel konnte bei 14:14 neu beginnen. Und wie! Es wurde ein offener, schneller Schlagabtausch mit einer ungewohnt kleinen Fehlerquote für diese Altersstufe. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, suchten immer wieder den direktesten Weg zum Tor. Da Goro in der Defensive plötzlich hervorragend stand, suchten die Appenzellerinnen das Spiel über die Flügel und machten vor allem auf der rechten Seite einen bravourösen Eindruck. Sie legten vor, Goro glich aus. Bis zur 38. Minute, dann übernahmen die Gäste das Vorlegen. Doch auch Appenzell glich immer wieder aus. Für das Heimteam kam es sogar noch besser, denn eine Viertelstunde vor Schluss lagen sie mit zwei Längen in Front. Je länger die intensive Partie dauerte, desto schwerer taten sich die Gastgeber gegen die nun kompakt stehende Abwehrreihe der Gäste. Diese sahen sich dank dieser Tatsache und einem weiterhin erfolgreichen Angriffsspiel über die beiden Kreisläuferinnen plötzlich wieder auf der Siegesstrasse. 90 Sekunden vor Schluss. Beim Spielstand von 30:30 war die Spannung in der Halle greifbar. Goldach-Rorschach liess den Ball gut laufen, kreierte sich eine Topp-Torchance, scheiterte aber an der gegnerischen Torfrau. Jetzt lagen alle Trümpfe in Appenzeller Hand, doch auch diese nutzten ihre Chance nicht. Und jetzt, 15 Sekunden vor Schluss, witterten die Mädels vom Bodensee die Möglichkeit auf beide Punkte. Aber es musste schnell gehen. Zu schnell, sodass eine Gegnerin den letzten Pass erlaufen konnte und mit dem finalen Schuss aufs Tor, 3 Sekunden vor Schluss, den Sieg sicherte. GoRo hat vieles richtig gemacht. Auch das Vorhaben, den Sieg zu suchen, statt den einen Punkt zu sichern, gehört dazu. Mit etwas mehr Spielpraxis wäre sicher mehr drin gelegen. Was wiederum zur Feststellung führt, die Mannschaft muss sich vor keinem Gegner verstecken, wenn man schon den Leader richtig in Bedrängnis bringen kann.

Hansruedi Rohner

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